ACI-Fonds insolvent! Anleger fordern Schadensersatz

Die meisten Dubai-Fonds von Alternative Capital Invest (ACI) sind pleite. Jetzt müssen die Anleger mit Rückforderungen in Millionenhöhe rechnen. Die Anleger der ACI-Fonds müssen jetzt prüfen, wie sie ihr Geld doch noch retten können. In vielen Fällen können sie Schadensersatz von den Initiatoren der ACI-Fonds, dem Treuhänder oder ihrem Anlageberater verlangen. Die Kanzlei Göddecke Rechtsanwälte arbeitet  an Schadensersatzklagen.

Alternative Capital Invest (ACI) hat mit insgesamt sieben Dubai-Fonds schätzungsweise 200 Millionen eingesammelt. Ein Teil der Fonds wurde mit prominenten Namen wie Boris Becker oder Michael Schumacher geschmückt. Die Kanzlei Göddecke Rechtsanwälte hat gegen die Fondsinitiatoren bereits im April 2010 Strafanzeige gestellt. Die Staatsanwaltschaft Bielefeld ermittelt wegen Betrugsverdacht. „Bei Alternative Capital Invest finden wir alle Zutaten für ein Schneeballsystem. Dazu gibt es verdächtige Kontobewegungen. Weitere Verdachtsmomente finden sich in den Fondsprospekten“, erklärt Hartmut Göddecke, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht. Seine Kanzlei bereitet aktuell mehrere Klagen wegen Kapitalanlagebetrug und Untreue vor, um für Mandanten Geld von den Initiatoren der Dubai-Fonds von Alternative Capital Invest (ACI) zurückzuholen.

Anlegern droht die Rückzahlung erhaltener Ausschüttungen

Die Insolvenz von ACI-Fonds schafft für die Anleger erst einmal keine Erleichterung. Im Gegenteil. „Die Anleger müssen mit hohen Rückforderungen rechnen“, warnt der Rechtsanwalt. Vor allem vom Insolvenzverwalter droht Gefahr.  „Die Anleger haben von den ACI-Fonds Ausschüttungen erhalten. Diese wird der Insolvenzverwalter zurückfordern.“

Ganz schutzlos sind Anleger gegenüber dem Insolvenzverwalter allerdings auch nicht. Die Kanzlei Göddecke hat sich erst kürzlich vor dem Landgericht Traunstein gegen die Rückforderungen des Insolvenzverwalters eines Concordia-Fonds durchgesetzt.

Gefahren drohen den Anlegern auch unmittelbar von Fondsinitiator Alternative Capital Invest (ACI). „Die Geschäftsführung der ACI-Fonds hat den Anlegern immer wieder Sand in die Augen gestreut und grundlos die Unterstützung von Anlegern ausgeschlagen, die frühzeitig den Verlust ihrer Einlagen befürchtet haben. Nach all dem Missmanagement fordert die Geschäftsführung der ACI-Fonds die Anleger jetzt auf, beim Insolvenzgericht Massekostenzuschüsse einzuzahlen. So wirft man gutes Geld dem schlechten hinterher“, so Göddecke. Der Anlegeranwalt warnt auch davor, der Aufforderung von Alternative Capital Invest (ACI) nachzukommen und Geschäftsführung sowie Treuhänderin der Dubai-Fonds per Gesellschafterbeschluss zu entlasten. „Damit würden die Anleger ihre eigene Position bei Schadensersatzklagen schwächen. Für die Anleger der ACI-Fonds geht es jetzt nicht um die Frage, wie sie die Verantwortlichen bei Alternative Capital Invest entlasten und noch mehr Geld verlieren, sondern darum, wie sie es zurückbekommen können“, sagt Göddecke.

Anleger können Schadensersatz fordern

Die Kanzlei Göddecke Rechtsanwälte bereitet aktuell mehrere Schadensersatzklagen vor. „Wir setzen verschiedene Hebel an: Die Initiatoren der ACI-Fonds überziehen wir mit Klagen wegen Kapitalanlagebetrug und Untreue. Beim Treuhänder der ACI-Fonds setzen wir auf die Verstöße gegen die Treuhandpflichten. Auf der Seite der Anlageberater prüfen wir im Einzelfall, wie die Beratung des Anlegers erfolgt ist. Kam es dabei zu einem Beratungsfehler, können wir die Schadensersatzforderung unseres Mandanten gut begründen“, erklärt der Kanzleichef. Denn Anlageberater müssen ihre Kunden anlagegerecht und anlegergerecht beraten. Konkret heißt das: Alle Risiken der Kapitalanlage müssen auf den Tisch. Außerdem muss die Kapitalanlage zu den Anlagezielen des Kunden passen. „In der Praxis finden wir fast immer eine Beratungssünde“, sagt der Siegburger Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht.

Google Anzeige

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*